Sunday, February 21, 2010

Wo die Zehn Gebote nicht mehr reichen ...

Von: Selige Spam
Gesendet: Sonntag, 21. Februar 2010 23:14
An: 'Heilige Würmer'; 'Sancta Nongrata'
Cc: 'Papst Benedikt XVI.'; 'Dr. Ralph Bergold - Katholisch-Soziales Institut'; 'Kardinal Paul Josef Cordes - Präsident des Päpstlichen Rates “Cor Unum”'; 'Bernhard Docke - Anwalt von Murat Kurnaz'; 'Prof. Benjamin B. Ferencz - Völkerechtler und ehemaliger US-Ankläger bei den Nürnberger Prozessen'; 'Manfred Gnjidic - Anwalt von Khaled El-Masri'; 'Prof. Theodor W. Hänsch - Physik-Nobelpreisträger - Papstberater'; 'Prof. August Heuser - Dommuseum Frankfurt am Main'; ''Dr. Karl-Joseph Hummel – Direktor der Kommission für Zeitgeschichte e.V.'; 'Prof. Fotis Kafatos - Molekularbiologe - Biotechnologe - Papstberater'; 'Wolfgang Kaleck - Anwalt für Menschenrechte'; 'Prof. Jörg Kinzig - Strafrechtler'; 'Prof. Thomas Macho - Kulturwissenschafter'; 'Renato Kardinal Martino - Präsident des Päpstlichen Rates für Justiz und Frieden'; 'Dr. Maria Meesters - Katholische Rundfunkarbeit am SWR'; 'Dr. Vehlow & Wilmans - Rechtsanwälte'; 'Benedikt Widmaier - Haus am Maiberg - Akademie für politische und soziale Bildung der Diozöse Mainz'; 'Opferjurist Michael Witti'; 'Apostolische Nuntiatur in Berlin'; 'Deutsche Bischofskonferenz'; 'Katholisch-Soziales Institut'; 'Kontemplative Schwestern vom Guten Hirten'; 'Päpstliches Komitee für Geschichtswissenschaften'; 'Radio Vatikan'; 'Radio X'



Wo die Zehn Gebote nicht mehr reichen …

Additum 628
Sonntag, 21. Februar 2010
Selige Spam an Sancta Nongrata und Heilige Würmer


Liebe Nongrata, liebe Würmer,

erst kommt der Missbrauch, und dann stiehlt man sich aus der Verantwortung:

Immer mehr Fälle des Missbrauchs an Kindern durch geistliche Herren gelangen an das Licht einer entsetzten Öffentlichkeit. Allein in Deutschland haben sich seit Beginn des Missbrauchsskandals, der Ende Januar am Canisius-Kolleg seinen Ausgang nahm, rund 120 Opfer gemeldet. Und ein Ende ist nicht absehbar. Jesuiten, Franziskaner-Minoriten, Salesianer, Pallottiner, bei allen gab es schlimme Verfehlungen.

Die geistlichen Herren verstehen sich als Wächter der Sittlichkeit. Schon 1870 stellten sie klar, dass für den Papst als „Pastor aeternus“ der universale Jurisdiktionsprimat, die absolute, höchste Rechtsgewalt, und die Unfehlbarkeit gilt. Aber diejenigen, die das Zusammenleben der Menschen durch göttliche Gebote regeln wollen, versuchen nunmehr, sich unter Heranziehung profaner irdischer Gesetze aus der Verantwortung zu stehlen. Doch man mag es nicht glauben, dass ein gütiger Gott, sei er katholisch oder evangelisch, es gutheißt, wenn christliche Kirchen ihre Priester der weltlichen Justiz mit dem billigen Argument der Verjährung entziehen wollen. Verjährung steht nicht in den Zehn Geboten. Ein ewiger Gott kennt keine Jahre.

Die Herren Priester, die kleine Jungen ficken, müssten auch noch nach vielen Jahren in den Bau. Von jedem kleinen Steuersünder erwartet man eine Selbstanzeige. Geistliche Sexualherren fühlen sich jedoch nicht gefordert – erzählen ihre Sauereien allenfalls einem Vorgesetzten, von dem sie wissen, dass er sagt: „Bruder, Du auch? Lass‘ uns zusammenarbeiten.“

Soweit zur Nicht-Bestrafung, jetzt aber zur Entschädigung, bzw. Schmerzensgeld. Denn nun kommt der nächste Hammer:

Der Jesuiten-Orden soll nach FOCUS-Informationen Insolvenz in den USA beantragt haben. Damit beuge er Sammelklagen von Missbrauchsopfern auf finanzielle Entschädigung vor. „Da der Orden nun „Chapter 11“ beantragt habe, eine nach angelsächsischem Recht mögliche Form des Insolvenzantrags, sei eine Klage in den USA „aussichtslos“. Während „Chapter 11“ sollen die Finanzen eines Unternehmens neu strukturiert werden. Gläubiger können in dieser Phase keine Forderungen stellen.“

Doch ist der Jesuitenorden eigentlich ein Unternehmen? Bislang jedenfalls legt er seine Zahlen nicht offen; seine finanziellen Transaktionen werden nicht von Staats wegen geprüft. Ist er überhaupt eine juristische Person? Gleich wie – unfassbar ist, dass der Edelclub geistlicher Herren sich auch auf diese Weise aus der Verantwortung stehlen will für den Sexualdreck, den einige seiner Mitglieder veranstaltet haben.

Fazit: Weder Strafe für die Täter, noch Entschädigung für die Opfer. Gott schütze uns vor solchen Wächtern der Sittlichkeit.

Und Focus berichtet weiter:
„ Amerikanische Gerichte gestehen Missbrauchsopfern hohe Schmerzensgelder zu. Mehr als zwei Milliarden Euro hat die katholische Kirche dort bereits an Opfer überweisen müssen. So musste auch der Jesuitenorden in Alaska 34 Millionen Euro an 110 Menschen bezahlen, die von Geistlichen missbraucht worden waren. Eine noch höhere Entschädigung erhielten die mehr als 500 Betroffenen von Kindesmissbrauch in Kalifornien. Die Richter verurteilten die katholische Erzdiözese Los Angeles auf Zahlung von etwa 480 Millionen Euro: Jeder Kläger bekam also fast eine Million Euro Schmerzensgeld.“
http://www.focus.de/panorama/welt/schutzmassnahme-jesuitenorden-beantragt-insolvenz-in-den-usa_aid_482642.html

Der Papst deutscher Herkunft schweigt bislang zum Missbrauch an Jugendlichen durch Geistliche in Deutschland. Er schweigt auch hartnäckig zu dem, was Heimkindern in Deutschland geschah. Er ist wohl durch Glanz und Gloria so verblendet, dass vieles ausgeblendet bleiben muss – so auch, dass ein geistliches Gemächt für einen Jugendlichen zur Folter werden kann. Er stellt auch nicht die Frage: Weshalb prüft Gott so viele junge Menschen ausgerechnet durch geistliche Dreckschweine – und dies manchmal so brutal, dass die Opfer den Freitod wählen?

Es grüßt euch eure

Spam

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