Friday, March 05, 2010

Ultimumatum

Von: Heilige Würmer
Gesendet: Freitag, 5. März 2010 21:52
An: 'Sancta Nongrata'; 'Selige Spam'
Cc: 'Papst Benedikt XVI.'; 'Dr. Ralph Bergold - Katholisch-Soziales Institut'; 'Kardinal Paul Josef Cordes - Präsident des Päpstlichen Rates “Cor Unum”'; 'Bernhard Docke - Anwalt von Murat Kurnaz'; 'Prof. Benjamin B. Ferencz - Völkerechtler und ehemaliger US-Ankläger bei den Nürnberger Prozessen'; 'Manfred Gnjidic - Anwalt von Khaled El-Masri'; 'Prof. Theodor W. Hänsch - Physik-Nobelpreisträger - Papstberater'; 'Prof. August Heuser - Dommuseum Frankfurt am Main'; ''Dr. Karl-Joseph Hummel – Direktor der Kommission für Zeitgeschichte e.V.'; 'Prof. Fotis Kafatos - Molekularbiologe - Biotechnologe - Papstberater'; 'Wolfgang Kaleck - Anwalt für Menschenrechte'; 'Prof. Jörg Kinzig - Strafrechtler'; 'Prof. Thomas Macho - Kulturwissenschafter'; 'Renato Kardinal Martino - Präsident des Päpstlichen Rates für Justiz und Frieden'; 'Dr. Maria Meesters - Katholische Rundfunkarbeit am SWR'; 'Dr. Vehlow & Wilmans - Rechtsanwälte'; 'Benedikt Widmaier - Haus am Maiberg - Akademie für politische und soziale Bildung der Diozöse Mainz'; 'Opferjurist Michael Witti'; 'Apostolische Nuntiatur in Berlin'; 'Deutsche Bischofskonferenz'; 'Katholisch-Soziales Institut'; 'Kontemplative Schwestern vom Guten Hirten'; 'Päpstliches Komitee für Geschichtswissenschaften'; 'Radio Vatikan'; 'Radio X'



Ultimumatum

Additum 630
Freitag, 5. März 2010
Heilige Würmer an Sancta Nongrata und Selige Spam



Liebe Nongrata, liebe Spam,

Mixa Proper betrachtet wenigstens nicht die erhabene Schönheit des Wurmes als mitschuldig am schweren Missbrauch von Jugendlichen durch katholische Geistliche…

Es gibt doch den Spruch „ Wie die Nase eines Mannes, so sein Johannes“. Erstaunlich viele junge Menschen wurden gezwungen, sich mit einem katholisierten Priester-Johannes zu befassen. Lebenslang wissen sie, wie sich so ein gefährlicher Johannes zur Nase verhält – sofern das Zwangserlebnis des priesterlichen Samenkollers sie nicht in den Tod getrieben hat.

In Deutschland gibt es wohl kaum noch ein Bistum, das nicht vom Missbrauchsskandal in katholischen Einrichtungen erfasst ist. Selbst einige Regensburger Domspatzen mit ihren engelsgleichen Stimmen sollen in den 1950er und 1960er Jahren den geweihten Spatz kennengelernt haben. (Obwohl es Haftstrafen für zwei Geistliche gab, wusste der Leiter des Knabenchores, Papst-Bruder Georg Ratzinger, selbstredend von nichts.“Muss der Papst-Bruder als Zeuge zum Verhör?“ titelt BILD). Aber nicht nur Regensburger Domspatzen hatten es mit Spatzen der anderen Art zu tun. Es heißt, ein Chorsänger des Vatikan habe männliche Prostituierte vermittelt. Zu seinen Klienten gehörte angeblich auch Angelo Balducci, der sich im direkten Umfeld von Papst Benedikt bewegte. Unter den Prostituierten soll – o Maria hilf – auch ein Mann sein, der gerade die Ausbildung zum Priester absolviert. Vielleicht dachte der: Besser ein Spatz in der Hand, als eine Taube auf dem Dach. Darum Messwein her und Prost – um des Himmelreichs willen!
(Rom: Sex-Affäre um männliche Prostituierte erschüttert Vatikan http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,681893,00.html)


Überall sind sie, die Zwangszölibatären mit Doppelmoral – rund um die Welt. Doch sie nennen sich Hüter christlicher Sittlichkeit, regieren bis in die Schlafzimmer ihrer Gläubigen hinein, verbieten „Gummi-Isolatoren“ oder „Organ-Verpackungen“ für die „virtuelle Gummi-Kastrierung männlicher Geschlechtsorgane“. Sogar den Menschen in den Elendsvierteln unserer überbevölkerten Welt untersagen sie das schützende Verhüterli, nehmen Kindsmutterschaften und Ansteckungen in Kauf. Die jungen Marias dieser Viertel sind klein und zart, doch der Geist, der über sie kommt, ist groß und hart. Sein Feuer hinterlässt nur Brennen, und Klein-Maria-Himmelfahrt gibt es nicht. Die große Maria dagegen war auserwählt, das Überkömmnis durch den Heiligen Geist ein heiliger Akt – sie starb auch nicht vor Angst und Scham.

Viele autoritäre Priester maßen sich in Lateinamerika und in Afrika das Verbot der Empfängnisverhütung an und erzielen durch die daraus resultierende Multiplikation jungen Elends eine wachsende Mitgliederzahl. Überall ist es für sie leicht, junge, ihnen ausgelieferte Menschen durch Angst gefügig zu machen und zum jahrzehntelangen Schweigen zu bringen. Meistens sind es Buben.


Hier nun ein paar ernüchternde Zahlen aus SPIEGEL ONLINE zum Missbrauch von Jugendlichen allein in den USA:

„In den USA kamen die Missbrauchsfälle 2002 durch eine Reihe von Berichten des "Boston Globe" ans Licht, die den Pulitzerpreis gewann. Zwei Jahre später zog ein Report der US-Bischofskonferenz ein erschütterndes Fazit: Von 1950 bis 2004 bestätigten sich 6700 Missbrauchsvorwürfe gegen 4392 US-Priester. Die Opfer waren zwischen 11 und 17 Jahren alt. 3300 Priester waren bereits verstorben, von den restlichen wurde gegen 384 ermittelt, 252 wurden verurteilt, 100 kamen ins Gefängnis - nur zwei Prozent der insgesamt Beschuldigten.

Die katholische Kirche der USA geriet ins Kreuzfeuer: Sie hatte die fraglichen Priester nicht angezeigt, sondern lange nur versetzt und somit Skandale vertuscht, sie sogar noch verschlimmert - manche Priester setzten ihre Missetaten einfach anderswo fort. Die Bischofskonferenz erklärte das damit, dass Missbrauch früher als "spirituelles Problem" angesehen worden sei, von dem man meinte, es "durch Gebet" lösen zu können.

Das war erst der Anfang. Die Enthüllungen 2002 traten eine Lawine los. Immer neue Opfer meldeten sich zu Wort und zogen vor Gericht. Eine Diözese nach der anderen musste zahlen, bisher eine Summe von mehr als 1,2 Milliarden Dollar Wiedergutmachung. Darunter: Louisville (26 Millionen Dollar), Boston (85 Millionen Dollar), Tucson (22 Millionen Dollar), Orange County (100 Millionen Dollar), San Diego (198 Millionen Dollar). Und eine nach der anderen musste dann Insolvenz anmelden, zuletzt Wilmington (Delaware), Heimatstadt von US- Vizepräsident Joe Biden. (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,676748,00.html )

Und hier zwei anschauliche Berichte zu Verbrechen in Deutschland:

Sexueller Missbrauch in der Kirche: "Ich verwalte meinen Körper nur noch"
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,679894-2,00.html
Kindheit in der Klosterschule – Hölle lebenslang
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,680400,00.html


Wegen dieser Verbrechensfälle stellen wir, die heiligen Würmer, Proper Benedikt XVI. ein öffentliches Ultimumatum – inspiriert auch durch den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ein öffentliches Ultimumatum von 24 Stunden stellte. Eine Frist von 24 Stunden für unser Ultimumatum erscheint uns jedoch nicht angemessen. Ein Wurm darf lang, aber sein Ultimumatum muss kurz sein. Bei unserem Ultimumatum handelt es sich deshalb um ein 12h-Ultimumatum – schon allein wegen des Gedenkens an die 12 Apostel. Es lautet wie folgt:


Wir, die Hl. Würmer, fordern Eure heilige Befehligkeit auf, binnen 12 Stunden alle Bischöfe der Welt von der Geheimhaltungspflicht in Sachen Pädophilie zu entbinden. Strafvereitelung und Zahlungen von Schweigegeld sind ab sofort zu verbieten. Das kriminelle Dunkel muss ins Licht gerückt werden. Der Mantel des Schweigens darf nicht länger über die Verbrechensflecken geistlicher Gewänder geworfen werden. Ferner fordern wir Eure heilige Befehligkeit auf, binnen 12 Stunden zu unterbinden, dass geistliche Kriminelle bis an ihr Lebensende nicht nur aus Kirchensteuern, sondern auch durch Subventionen aus der Staatskasse bezahlt werden. Es ist ein Unding, dass Andersgläubige und Atheisten auch noch für das finanzielle Wohlleben von Verbrechern in den Reihen katholischer Geistlicher zahlen müssen. Des weiteren fordern wir Eure heilige Befehligkeit auf, die kircheninterne Justiz, die in Sachen Schändung von Heimkindern und Schülern kläglich versagte, umgehend abzuschaffen sowie mit den Strafverfolgungsbehörden zu kooperieren, wie es Leutheusser-Schnarrenberger forderte. Und schlussendlich fordern wir, die Hl. Würmer, Eure heilige Befehligkeit eindringlich auf, binnen 12 Stunden eine öffentliche Messe für durch geistliche Schwerkriminelle in den Tod getriebene Jugendliche zu lesen.

Und ein zweites 12h-Ultimumatum stellen wir Proper Benedikt XVI.:

Wir, die Hl. Würmer, fordern Eure befehlige Heiligkeit auf, sich binnen 12 Stunden an die pazifistische Gesinnung des Jesus von Nazareth zu erinnern. Wir fordern Eure befehlige Heiligkeit auf, in einer Anti-Kriegs-Predigt binnen 12 Stunden Margot Käßmanns Worte „Nichts ist gut in Afghanistan“ zu wiederholen. Das sind Worte, die in die Geschichte eingehen werden. Wir fordern Eure befehlige Heiligkeit auf, binnen 12 Stunden die christlichen Krieger auf Folgendes hinzuweisen: Die furchtbare Menschenklatsche Krieg ist zu verbieten. Durch sie kommt es zu Toten, Kriegsverletzten und -verstörten. Tonnenweise verschossene Uranmunition verseucht Erdreich, Wasserquellen und Lebewesen mit Radioaktivität und chemischer Giftigkeit. (http://hahn.1on.de/archives/1051-Uranmunition-die-Luege-von-der-sauberen-Waffe.html). Zudem gibt es tagtäglich mehr Gefangene. Sie werden gefoltert mit unchristlichen Verhörmethoden, die zwar nicht „harsch“ genannt werden, aber harsch sind. Stroboskoplicht ist nun mal kein Licht des Herrn. Eine neue Großoffensive – ein Angriff auf die Taliban in Kandahar – naht heran. US-General David Petraeus sagte, die Operation in Marjah sei lediglich "die erste Salve" und kündigte an, die Verfolgung der islamistischen Aufständischen werde vermutlich 12 bis 18 Monate dauern (http://derstandard.at/1267131919377/Nach-Marjah-Offensive-US-Militaer-plant-jetzt-Offensive-auf-Kandahar). Die Schließung von Guantanamo und anderen berüchtigten Gefangenenhöllen steht in den Sternen.

Ceterum censimus, tormentum esse interdicendum.

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Heilige Würmer


WIDER DIE FOLTER !
http://wider-die-folter.blogspot.com

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